Fassadendämmung (Außenwanddämmung) im Einblasverfahren

Warum das Einblasverfahren bei der Fassadendämmung besonders geeignet ist

Einblasdämmung ist günstiger:

 

  • 1m² Einblasdämmung in der Außenwand kosten ca. 25-30EUR/m² (Luftschichtstärke: 4-7cm)
  • Dabei werden die anfänglichen Aufwendungen durch die Heizkostenersparnis innerhalb von 4-6 Jahren zu Erträgen, diesen Vorgang nennt man Armortisation.

Dämmung mit Dämmplatten ist teurer:

 

  • 1m² Außenwanddämmung mit Dämmplatten aus Styropor oder Steinwolle kosten ca. 70–130EUR/m²
  • Armortisationszeit: 13–16 Jahre
  • Durch die wesentlich spätere Armortisation ist dieses Verfahren finanziell ungünstiger.

Bei Fassadendämmung denkt man häufig an das Verfahren, bei dem Dämmplatten außen auf die Wand aufgebracht werden, dieses Verfahren nennt man WärmeDämmVerbundSystem (WDVS).

Das Einblasverfahren bei Außenwänden nennt man auch: Kerndämmung im Einblasverfahren, bei dem die vorhandene Luftschicht des Mauerwerks verfüllt wird.

 

Der Kosten-Nutzen-Effekt bei einem WDVS ist im Vergleich zum Einblasverfahren meistens ungünstiger.

Allerdings muss man dabei erwähnen, dass der Vergleich der beiden Dämmsysteme abhängig ist vom Baujahr des Hauses welches gedämmt werden soll.

 

Bei Häusern in Norddeutschland (Hamburg und Schleswig-Holstein sowie in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern) der Baujahre 1880 bis 1959 kann man beide Dämmverfahren zusammen machen. Bevor ein WDVS aufgebracht wird, muss erst eine Kerndämmung im Einblasverfahren erfolgen um Luftbewegungen in der Mauerwerksluftschicht zu stoppen damit das WDVS seine Dämmwirkung entfalten kann.

 

Bei Häusern in Norddeutschland ab 1960 ist in den meisten Fällen nur ein WDVS möglich weil die Luftschicht zwischen den Mauerwerksschalen kleiner als 4cm ist. Gemäß Beschreibung der Mauerwerks-DIN 1053 darf eine Mauerwerksluftschicht unter 4cm nicht mit Dämmstoff verfüllt werden!